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Eingang Heimatmuseum EmskirchenHeimatmuseumWinddreher von Peter Luther am Heimatmuseum Emskirchen
 
 
 
Das Heimatmuseum Emskirchen
 

heimatmuseumDas um 1632 erbaute Haus, ursprünglich landwirtschaftliche Hofstelle, diente dann auch als Wohnhaus und beherbergte einen Handwerksbetrieb. Am 23. Juni 1986 vom Heimatverein Emskirchen käuflich erworben, bis 1989 sorgfältig saniert, ist das denkmalgeschützte Anwesen in der Hindenburgstraße 32, mitten im Ortskern Emskirchens gelegen, nun das örtliche Heimatmuseum. In dem historischen Gebäude werden Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, die für das Leben unserer Vorfahren von Bedeutung waren, der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Heimatverein hat die frühere Nutzung als landwirtschaftliche Hofstelle, Wohnhaus und Handwerksbetrieb als Basis für das Museumskonzept übernommen. Im Erdgeschoss vermitteln Küche, Schlafkammer und Wohnstube einen Eindruck des bäuerlichen Lebens um die Jahrhundertwende. Besondere Erwähnung verdient der mit dem Zubehör eines Kammerwagens gefüllte Wäscheschrank, der um 1880 als Hochzeitsgut nach Emskirchen kam. Der in der Küche befindliche Herd stammt aus dem "Brandenburger Haus". Im gegenüberliegenden Gebäudeteil erinnert die älteste Strickmaschine Bayerns, die aus der ehemaligen Strickerei Popp stammt, an eines der wichtigsten Gewerbe unserer Gegend.

In der Vitrine kann man eine Photographie des letzten Posthalters von Emskirchen, der den Spitznamen "Napoleon von Emskirchen" trug, sehen, was auf einen weiteren Wirtschaftszweig des Ortes hinweist. Im sich an das ehemalige Wohnhaus anschließenden Scheunentrakt sind landwirtschaftliche Geräte wie beispielsweise Pflüge, Leiterwagen, Geschirre und Eggen zu sehen. Seit 1996 ist dort auch die ehemalige Schmiede aus dem Ortsteil Brunn aufgebaut.

Im Dachgeschoss der Scheune können eine komplett eingerichtete alte Schusterei sowie eine Zitherwerkstatt aus der Zeit 1946-1972 besichtigt werden. Für Unerschrockene ist die vollständig eingerichtete Zahnarztpraxis aus den 60er Jahren ein Erlebnis. An Besonderheiten sind die Dokumentation über den 1863 erfolgten Brückenbau über die Aurach an der Bahnstrecke Nürnberg-Würzburg und örtliche Fundstücke aus der Steinzeit (Steinwerkzeug) und dem Mittelalter (Pfeilspitzen, Kacheln, Gebrauchskeramik) zu erwähnen.
Neu im Museum ist der aus der Zeit 1934/35 stammende Kachelofen aus dem ursprünglichen Alten Rathaus, der im April 2008 im Sitzungszimmer aufgebaut wurde.

Das Museum ist mit seinen Ausstellungsgegenständen und den geschichtlichen Hintergründen in den örtlichen Schulbetrieb integriert. Zudem wird regelmäßig im Herbst in einer seit 1999 laufenden Reihe „Kunst im Museum“ eine Sonderausstellung mit Werken aus den verschiedensten Bereichen von örtlichen oder regionalen Kunstschaffenden ausgerichtet.

Zum jährlichen Adventsmarkt am 1. Adventssonntag befasst sich eine weitere Sonderausstellung im weitesten Sinne mit Adventszeit oder Weihnachten. Weitere Aktionstage ergänzen das Angebot und vermitteln vor allem auch Kindern ein Gefühl von "lebendigem Museum".

Das Museum ist von April bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Wegen Umbauarbeiten bleibt das Heimatmuseum im Jahr 2011 geschlossen.

Auf Nachfrage sind Besichtigung und Führung individuell möglich.
Ansprechpartner: I. Bärnreuther Tel. 09104/ 1033 oder A. Wagner Tel. 09104/3874