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16.01.2012
Neujahrsempfang 2012
 
Am Sonntag, den 15. Januar 2012, fand im Rathaus Emskirchen der jährlichen Neujahrsempfang statt.

 

Geehrte am Neujahrsempfang 2012

Im Schatten der Typisierungsaktion für Sascha, zu der Tausende in die Mittelschule strömten, fand am Sonntag, den 15. Januar 2012, der alljährliche Neujahrsempfang der Marktgemeinde statt. Geehrt werden an diesem Tag Personen, die herausragendes ehrenamtliches Engagement gezeigt haben, besondere Leistungen im kulturellen oder sozialem Bereich geleistet habe oder Zivilcourage bewiesen haben. Insgesamt wurden sieben Personen und eine Gruppe geehrt.

Künstlerisch umrahmt wurde die Veranstaltung Gabriele Bürger aus Gunzendorf, die selbst zu den Geehrten gehörte und die einige ihrer Gedichte in fränkischer Mundart vortrug. In seiner Rede ging Bürgermeister Harald Kempe sowohl auf die große Politik ein, wie auch auf die Geschehen in der Marktgemeinde Emskirchen. Ein Schwerpunkt legte er auf die Nachhaltigkeit und das Zusammenwirken vieler Einzelner, die dann zusammen ein großes Ganzes schaffen. Natürlich wies er in diesem Zusammenhang auch auf die enorme Bedeutung der Vereine und der darin ehrenamtlich Tätigen hin. Im Anschluss richtete Landrat Walter Schneider ein Grußwort an die Anwesenden.

In Abwesenheit wurde Martin Ebel für seine Zivilcourage geehrt, die er zeigte als er sich alleine einigen Jugendlichen stellte, die zuvor groben Unfug veranstaltet hatten und auf diese einwirkte, ihre Taten zu korrigieren.

Für ihr besonderes Engagement im sozialen Bereich wurde Claudia Jung geehrt. Sie gründete als selbst betroffene Mutter den Verein Charge-Syndrom e.V. und ist die 1. Vortsitzende dieses bundesweit wirkenden Vereins. Das CHARGE-Syndrom ist ein sehr komplexes Muster angeborener Fehlbildungen, das wenig bekannt ist und daher häufig erst spät erkannt wird. Der Verein will aufklären, bietet betroffenen Eltern aber auch Hilfe und Unterstützung. Weitere Informationen finden Sie unter www.charge-syndrom.de.

Ebenfalls für ihren sozialen Einsatz wurde die Gruppe der Schülercoaches Emskirchen geehrt. Schülercoaches sind ehrenamtlich Tätige, die nicht länger zusehen wollen, dass immer mehr Jugendliche ihre Chance für die Zukunft verpassen. Sie kümmern sich um jeweils einen Schüler/eine Schülerin  und begleiten diese drei Jahre  lang auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf in ein selbstbestimmtes Leben begleiten. Momentan sind etwa 15 Personen aktiv, doch es besteht ein steter Bedarf an weiteren Aktiven. Im Rathaus Emskirchen liegen Informationsbroschüren aus und wir helfen Ihnen auch gerne weiter.

Bereits vier Gedichtbände hat Gabriele Bürger aus Gunzendorf veröffentlicht und doch ist sie in unserer Gemeinde nur wenigen bekannt. Gabriele Bürger kennt die fränkische Seele. Sie beobachtet und beschreibt ihr Umfeld ganz genau. Sehr feinsinnig und mit viel Gespür für die typische fränkische Art gibt sie Alltagssituation wieder. Oft fordern die Gedichte ein herzhaftes Lachen heraus, manchmal machen sie einem aber auch nachdenklich..

Ebenfalls im kulturellen Bereich wurde Hubert Möller geehrt, der mit seinem Emskirchener Mundartwörterbuch "Eds do schau her - eds des is schee" manch zugezogenen bei Sprachbarrieren hilft. Auch Hubert Möller möchte damit seine Verbundenheit mit seiner fränkischen Heimat zeigen. Er war außerdem Gründungsmitglied im CVJM, lange Zeit Gruppenleiter, wirkte im Kirchenvorstand, spielte im Posaunenchor, sang im Kirchenchor und war 30 Jahre lang liturgischer Lektor in unserer Kilianskirche.

Nicht im literarischen, sondern im musikalischen Bereich leistete Alfred Gutmann Außerordentliches, denn er ist Mitbegründer des Emskirchener Musikzugs, der dem Heimatverein angeschlossen ist. Dreizehn Jahre leitete er den Musikzug. In dieser Zeit wurden die Uniformen entworfen und angeschafft. Und er organisierte auch die Auftritte der Kapelle bei der ersten Fahrt in unserer französische Partnergemeinde Roquebillère

Alfred Schuh ist seit 39 Jahren fester Bestandteil der FFW Emskirchen. Sein Dienstgrad ist Löschmeister, doch er ist auch Gruppenführer und Maschinist. Seit 1994 Fahnenträger der FFW Emskirchen. Viele Jahre betreute er auch die Feuerwehrjugend und war langjähriger Trainer der FFW-Fußballmannschaft. In seiner Funktion als Vergnügungswart ist er auch für die Organisation des "Katastrophenballes" zuständig.

Viele Spuren hat auch Franz Elgas hinterlassen. Im politischen Bereich warer 14 Jahre lang der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Emskirchen. Seit 1996 ist er Gemeinderat und seit 2008 zusätzlich auch 3. Bürgermeister. Daneben ist er seit 37 Jahren Elferrat der Faschingsgesellschaft Prunklosia schwarz-weiß e.V. war drei Jahre lang Vizepräsident der der Gesellschaft und 18 Jahre lang Präsident und führte in dieser Funktion durch die Prunksitzungen. Zudem spielte er 17 Jahre lang im Fanfarenzug. Dieses musikalische Talent beschränkte sich aber nicht auf die Narretei, sondern seit 49 Jahren spielt Franz Elgas die Orgel in der katholischen Kirche Maria Königin.

Frau Bürger Landrat Walther Schneider